Städte Travel

GÖTEBORG: 24H SCHWEDEN

 

“Schweden fasziniert mich immer wieder und ich verliebe mich regelmäßig aufs Neue in das Land. Die Kombination aus Wald, Wasser, Schären und kleinen Städten macht es zu einem wirklichen sehenswerten und beruhigenden Ort voller Zauber. Die Menschen sind sehr offen, freundlich und gelassen – ganz anders als in manch anderen Gegend.”

Ingesamt waren wir tatsächlich nur sechsundzwanzig Stunden in Göteborg. Mit einem Kurztrip in die zweitgrößte Stadt Schwedens überraschte ich gemeinsam mit ihrem Freund meine Freundin Tina zum Geburtstag. Die Überraschung war groß! Bereits wenige Tage nach ihrem Geburtstag stiegen wir in das Flugzeug Richtung Norden. Ohne Plan und noch etwas müde von der Vorabendparty holten wir uns noch eine Stunde Schlaf im Flieger und freuten und auf die nächsten Mädelsstunden zu Zweit.

 

FRÜHSTÜCK IM SCHWEDENTYPISCHEN FIKASTYLE!

Während meines Praktikums 2014 in Stockholm war das Espresso House immer wieder Anlaufstelle am Wochenende. Hier habe ich gelesen, im Wlan mit meiner Familie über Facetime gesprochen und mir all die leckeren Schwedentörtchen und sämtliche Kaffeekreationen auf der Zunge zergehen lassen. Im Espresso House unweit vom Hauptbahnhof entfernt haben wir unseren kleinen Mädelstrip begonnen. Ich hatte mich sehr auf Morotskakor (Karottenkuchen) und einen warmen Vanilla Latte gefreut, da wir am Abend zuvor mit Freunden noch ihren Geburtstag gefeiert haben und beide wenig Schlaf bekommen haben, da hilft auch die halbe Stunde im Flieger nicht mehr :D. Aber ej, wer schläft kann nicht gewinnen, also Kaffee intravenös einnehmen und Startpunkt unsere Stadterkundung festlegen. Am Ende haben wir eigentlich nur gequasselt – aber was muss das muss auf einem Mädelstrip :D. Gestärkt und aufgemuntert geht es los – Göteborg wir sind gewappnet.

 

24KM SIGHTSEEING ZU FUß – UNSERE ROUTE DURCH DIE STADT!

 

Startpunkt: Botanischer Garten

➁ Stadion IFK Göteborg + Musical Hall

➂ Universität und Stadtbibliothek

➃ Haga – Viertel mit Saluthallen

➄ Stadttheater und Shoppingmeile

  Ziel: Hafen und Innenstadt

 

Zuerst hatten wir überlegt mit dem Hop on Hop off Bus und Boot durch die Stadt zu fahren, da dieser Anfang September aber nicht mehr an allen Stellen anhält und das Boot leider gar nicht mehr fährt, haben wir uns entschieden die Strecke lieber zu Fuß abzulaufen. Unsere Route durch Göteborg vorbei an allen wichtigen Spots der schwedischen Stadt startete am Eingang zum botanischen Garten (Bild oben rechts). Hier befinden sich mehrere Orangerien mit Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Erde, der Garten selber läd Kinder zum Spielen ein und verzaubert mit einer strukturierten Rasen und Gräserlandschaft. Auf der anderen Seite angelangt geht es direkt zu Göteborgs Fußballstadion. Da an unserem Wochenende spielfrei ist, haben wir zwar einerseits die Möglichkeit in Schweden zu sein und kein eigenes Spiel zu verpassen, allerdings nimmt uns das auch die Chance auf ein schwedisches Match. Weiter geht es im Süden Richtung Westen zum Haga-Viertel, hier befinden sich unendlich viele Cafés und kleine Restaurants mit landestypischen Gerichten. Auf dem Weg zum Viertel kommen wir an Göteborgs Universität vorbei, die mir sehr mächtig vorkommt. Leider bleiben wir vor verschlossenen Türen. Eine Baumallee entlang, an der uns mehrere Male die süße historische Stadtstraßenbahn begegnet, kommen wir hinter einem Hügel auf die Stadtbibliothek zu. Hier sehen wir die erste kleine Kirche und unser Ziel. Nebenbei sollen hier im Haga-Viertel die größten Zimtschnecken Schwedens von jedermann gerne vernascht werden. Das Viertel ist sehr historisch und verwinkelt, überall sind kleine Wagen mit Leckereien zur Fika, der schwedischen Mittagszeit aufgestellt und Läden laden zum schmöckern ein, ich mag es mich hier zu verlieren.

In den Saluthallen planten wir uns bei Köttbollar und Cider eine Pause zu gönnen, allerdings ist dieser wie auch der Rest der Stadt sehr klein und wir entschieden uns mit dem Essen noch etwas zu warten und an den verschiedenen Käse- und Fischsorten nur vorbei zu schlendern. Auf den Nachmittag waren mehrer Schauer angesagt, die uns pünktlich nach der Saluthallen begrüßten.

Da wir eh etwas müde waren und schon einige Spots und Kilometer hinter uns gelegt haben, entschieden wir uns zu einem kleinen Zwischenstop mit Mittagsschlaf und trocknen im Hotelzimmer. Vorbei am Stadttheater, durch eine Traube schwedischer Omis und junger Touristen die ganz offenbar eine Pokemon GO Arena gefunden hatten und ihren innovativen Spaß hatten :D, bogen wir bei jedem Schauer immer mal wieder in die ersten Supermärkte ab und nutzen die Minuten lieber mit der Suche nach außergewöhnlichen Leckereien, die wir in Deutschland nicht hatten, als nach digitalen Pokemonkämpfen. Wir lieben es beide gleichfalls die Konsums der internationalen Städte zu durchstöbern. Endlich durchgekämpft durch die Spielsüchtigen der 2017ern und mit den ersten süßen Schätzen im Rucksack kamen wir, wieder mit aufgeklappten Regenschirm und Kapuze, auf die Shoppingmeile, hier ist natürlich nur kleiner “zufälliger” Nebeneffekt, dass unser Hotel direkt am Ende dieser liegt ;). Von Geschäft zu Geschäft der skandinavischen Outdoorläden kämpfen wir uns von Schauer zu Schauer bis zu unserem Hotel. Jacken und Schuhe trocknen und gute Nacht für eine kleine Stunde, bis gleich Göteborg.

TAGESABSCHLUSS MIT KÖTTBOLLAR UND ÜBERNACHTUNG! 

Wieder wach und trocken, wollen wir uns noch auf eine kleine Shoppingtour begeben und den nordischen Stil einsacken. Erfolgreich und zufrieden mit unserer Ausbeute im Schlepptau geht es für uns zum Sonnenuntergang zum Hafen. Was ein wahnsinnig toller Anblick. Schlemmen und atemberaubende Farbspiele der Sonnenuntergänge stehen auf unserer Favoritenliste des Lebensgenusses, aber beides zusammen – nicht zu topen! Inzwischen hungrig und einige viele Gesprächsthemen und Momente des Lachens später machen wir uns auf die Suche nach den leckersten Köttbollar Göteborgs. Ob wir sie gefunden haben kann ich euch leider nicht sagen, aber im Vergleich zu einigen umliegenden Restaurants, haben wir uns die leckeren Fleischbällchen zu einem angenehmen Preis schmecken lassen. Mjomjom fast wie bei Ikea, und am Ende doch ein klein wenig besser und eben echter so mitten in Schweden. Eins darf aber auf gar keinen Fall fehlen und stand mit ganz oben auf unserer Göteborg-Bucketlist: Das Ben&Jerrie´s Moo-phoria P.B. Rough Eis. Dieses gibt es in unseren deutschen Kaufhallen nämlich leider nicht. Löffel im Restaurant stipitz und das Eis im Arm geht es an unsere Hotellobby mit Feuerstelle und Couches. Mhhhhh, was ein Tagesabschluss – ganz nach unserem Geschmack!

Übernachtet haben wir im STF Göteborg Cityhotel. Dieses liegt echt mitten in der Innenstadt und ist auch nur 300m vom Hauptbahnhof entfernt, was für uns sehr praktisch war, da wir einerseits echt alles zu Fuß ablaufen konnten und andererseits am nächsten Morgen ganz entspannt nicht weit zum Startpunkt des Flughafenbus mussten und länger das Frühstück wieder mit Köttbollar und Panakakor, schwedischen Pancakes, genießen konnten. Frühstück ist im Gegensatz zu den anderen Hotels inklusive. Die Empfangshalle ist mit Couches, einem Feuerplatz und Bücherregalen sowie Plakaten vergangener und kommender Konzerte ausgestattet, hier findet auch das Frühstücksbüffet statt. Die Zimmer sind klein, aber sehr sauber und für einen kurzen Städtetrip mehr als ausreichend. Ich habe sehr gut in den besonders bereiten Betten geschlafen.

Was uns auffiel: Göteborg ist auf jeden Fall deutlich internationaler und nicht so typisch schwedisch wie wir Stockholm beisipielsweise beide in Erinnerung haben. Am Ende ist es aber ein sehr gutes Ziel für einen spontanen Minitrip und mit 24km durch die Stadt auch alles prima zu Fuß zu erreichen, was ich hier auf jeden Fall empfehlen kann! Am Ende hatten wir Spaß und eine schöne Freundinnenzeit, und das ist doch die Hauptsache. Überraschung gelungen! ❥

*IN DIESEM POST WERDEN MARKEN & AFFILIATE LINKS GENANNT. NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST ER DAHER ALS WERBUNG GEKENNZEICHNET.

 

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