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HIKING LOVE: HARZ

Brocken im Harz, Thale und Hexentanzplatz

Im Nachgang betrachtet, war zum einen die spontane Entscheidung und zum anderen ein freies Wochenende Schuld daran, das Resi und meine Wenigkeit uns auf dem Weg Richtung Harzer Brocken gemacht haben. Ich lerne daraus, deutlich entspannter an Abenteuer heran zu gehen und sich viel mehr der Neugier herzugeben. So wurde keine 7 Tage vor Reisebeginn der Ort plus Unterkunft heraus gesucht, gebucht und die Stiefel geschnürt.

Tag 1

 

Mit Fachwerkhausromatik und einer ausgesprochen idyllischen Allstadt, durfte unsere Reise sehr sehr gerne beginnen. Deshalb entschieden wir uns für eine Unterkunft In Quedlinburg (LINK). Zur Abenddämmerung angekommen, wurd die Ferienwohnung sofort unter die Lupe genommen. Ich ging zum Fenster. Ich blickte auf eine Dachpappe. „Resi, ich glaube du bekommst doch noch dein Dach-Shooting und zwar hier in Quedlinburg.“ Die letzten Stunden des Abends verbrachten wir mit der Planung der nächsten Tage. Am Ende stand neben dem Besuch des Blauen See, natürlich der Aufstieg zum Harzer Brocken auf dem Tagesplan. 

Der Wecker klingelt. Blick aus dem Fenster. Nebel. 

Kein Shooting auf’m Dach. Also Frühstücken und ab die Post. Bei minus 3 Grad und vernebelten Gassen, machten wir uns auf dem Weg zu unserem ersten Tagesziel. Der Blaue See, der nach Stilllegung eines Steinbruchs entstanden ist, zeigte sich nicht wie erwartet von seiner azurblauen Seite, sondern war komplett mit einer Eisschicht bedeckt. Absolut schönes Schauspiel, wenn man bedenkt, dass dieser Ort mehr oder weniger durch Menschenhand entstanden ist.

Ab nach Schierke. Auto abgestellt, Stiefel geschnürt und weiter zu Fuß. Die Sonne blinzelte schon auf den ersten Metern durch die Baumkronen. Nach nur wenigen Minuten erreichten wir einen steinigen Pfad, mal holprig und dann wieder ebenerdiger. Tolle Kulisse, plus kalter Wind im Gesicht. Die nächsten 2 Stunden marschierten wir recht sportlich hinauf zum Brocken. Am Schluftwasser entlang, ist man auf einen Bahnübergang gestoßen. Klare Empfehlung, genau hier auf die Brockenbahn zu warten und danach noch das ein oder andere Foto mit zunehmen. Resi wurde noch akrobatisch und balancierte dann auf den Schienen herum. Auf alle Fälle mit einer meiner Highlights. 

 

  

Der Weg hinauf auf die Brockenstraße verlief über einen gesperrtes Wanderstück. Wir haben die Gefahren abgewogen und haben uns entschieden den Weg zum Eckerloch fortzusetzen. Bis auf nasses Gestein, gab es keinen ersichtlichen Grund. Gute Ausrüstung sei Dank, hatten wir bei jedem Schritt guten halt. Von der Brockenstraße waren es nur noch weniger Meter bis zum Gipfel. Nach gut 1 4/3 Stunden, rund 6km und vielen Litern Schweiß, gab es eine Cafépause mit Stulle, sowie einen Schierker Feuerstein. Nach der Verschnaufpause noch schnell ein Erinnerungsbild schießen, ehe es Wieder auf dem Rückweg ging. Einmal unaufmerksam und plötzlich wird aus anfänglichen 6km glatte 12km. Wir sind falsch abgebogen, doch das Wanderherz blühte vor Freude und den Sonnenuntergang gab es auch noch oben drauf. Ein schöner Tag. So planten wir noch den nächsten Tag und suchten dann den verdienten Schlaf. 

 

Tag 2

 

Ich bin vor dem Wecker klingeln wach geworden und warf einen Blick aus dem Fenster. Sonnenstrahlen. Jawoll, genau richtig für ein Dachshooting. Erneut minus 3 Grad und noch mehr Wind als am Tag zuvor. Einige Bilder später, mit einer unglaubliche tolle Stimmung und einer geniale Serie, ging es zum Frühstück. Resi war sichtlich durchgefroren, hatte dafür aber auch ein Riesen Lächeln aufgelegt. 



Heute wollte der Hexentanzplatz erklommen werden. Rein ins Auto und ab bis nach Thale. Bevor wir allerdings hinauf gestiegen sind, mussten wir zuvor an der Bode entlang, bis zur Gaststätte Königsruhe. Ab hier startete der total kräftezehrender Aufstieg. Wandern, wie man es liebt. Unter ordentlicher Anstrengungen ließen wir so einige Höhenmeter hinter uns. Als man oben angekommen ist, ging es rauf auf den Fotobums (La Viershöhe), das Bild in den Kasten und einen Stempel später, erreichten wir auch schon den Hexentanzplatz. Zu Stärkung aller, wurde sich eine Wurst eingeworfen, um dann mit schnellen Schrittes den Heimweg anzutreten. 

Fazit

 

Harzer Brocken

Wer offen für Wanderungen ist, findet am Harzer Brocken gefallen. Auch die anderen Wanderstrecken um den Harz herum haben es in sich. Der Wald hat seinen eigenen Charakter und so erfreut man sich bei Nebel und Sonnenschein an den unterschiedlichsten Eindrücken. Mal mystisch, geheimnisvoll und dann wieder farbenfroh, sinnlich.

 

Quedlinburg

Liebevolle Stadt, welche Potential zum Verlieben hat. Egal ob es die ortsansässigen Fleischerei ist, die noch selbst Wurstwaren herstellt, die kleinen Boutiquen oder die wunderschön erhaltene Allstadt. Auch die Dorfbewohner sind freundlich, gerade wenn man falsch geparkt hat. Da ruft man schon mal aus dem Fenster „Huhuuu, hier oben ! Beim nächsten Mal nicht die Ausfahrt zustellen.“

 

Thale / Hexentanzplatz

Abwechslungsreicher unterschied zum Brocken, da sich die Kulisse in einer Schlucht aufbaut und der Anstieg deutlich steiler und anstrengender ist. Oben angekommen, erhält man einen wunderschönen Ausblick und kann auch das eine oder andere Detail super fotografieren. Der Hexentanzplatz selbst lädt auch super zum Verweilen ein. Neben dem Gastor-Angebot lassen sich hier auch so einige Souvenirs mitnehmen.

 

*IN DIESEM POST WERDEN MARKEN & AFFILIATE LINKS GENANNT. NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST ER DAHER ALS WERBUNG GEKENNZEICHNET

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11. Januar 2019

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