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TRAVELGUIDE: THAILAND

Zwei Wochen und zwei alte Schulfreundinnen mit einer Mission – mit Backpack im Flugzeug, Minivan, Fähre und Roller einmal vom Norden in den Süden Thailands. Vier Stopps, fünf Elefanten, eine Menge Kokosnuss-Latte, geflochtene Zöpfe und unzählige Mädchengespräche und Gelächter später hat Thailand unser Herz erobert. Was soll ich sagen ich war zu Beginn eher skeptisch, Thailand verbuchte ich bisher als asiatisches Klichscheéland inkl. Massentourismus – und Konsum. ABER es hätte kultureller, naturnaher, ruhiger, harmonischer und schöner nicht sein können. So offen, hilfsbereit, freundlich die Menschen, so unglaublich faszinierend und beeindruckend der Dschungel, die Tempel und so beruhigend schön die Strände. Die Wellen rauschen unter meinen Füßen, ich schmecke das Pad Thai auf meiner Zunge und rieche die thailändische Luft, ein blumiger Hauch, der mich so ruhig macht, dass ich stundenlang hier liegen könnte, am Strand, dort mit Blick auf die untergehende Sonne.

CHIANG MAI

ISTY $$
Transparenz: selbst bezahlt

Genau mein Geschmack! Hell, pragmatisch, industriell eingerichtet und an jeder Ecke ein kleines Gadget, dass einen lächeln lässt. Sehr durchdacht und dennoch so simpel eingerichtet. Ich war begeistert. Wir hatten einen Pool, tagsüber etwas gekühlt, nachts beleuchtet. Neben der Lobby, der offene Frühstücksraum, umringt von der verglasten Bibliothek und daneben dem offenen Office. Frühstück ist hier nicht nur inklusive, sondern einfach so so lecker. Leise spielt Musik im Hintergrund während wir uns in der Küche bedienen. Von Waffeln, über frische Croissants Rührei, gab es morgens auch schon asiatische Suppen, Nudel und Reisgerichte, frisch gepressten Orangensaft, Wasser, Tee und Kaffee – mhhhh. Genoßen wurde das ganze mit Blick auf den Pool, der viel mehr Blickfang des Hotels war, da man aus jeder Etage aus aufs kühle Nass blicken konnte. Auf dem Dach fanden wir eine Dachterrasse mit Chillounge und Bar, überall kleine Lampions und Sitzsäcke, ich fand es herrlich. Unser Zimmer hatte ein bodentiefes Fenster mit einer kleinen Sitzbank davor von der ich abends immer meine Fotos vom Tag sortierte. Vom Hotel alles fußläufig zu erreichen … wir waren rundum begeistert.

What to do?

Am ersten Abend hatten wir das Glück, dass der wöchentliche Night Market stattfand. Chiang Mai ist nach Bangkok die größte Stadt Thailands und gilt aus historischen Gründen als Rose des Nordens. Die Stadt besitzt mehr als 200 Tempel! Hier stand also Kultur auf dem Plan. Gleich am ersten Tag sind wir mit dem TukTuk zum Wat Pa Dara Phirom gefahren. Die berühmte bunte Treppe führt hoch zum Tempel. Zurück entschieden wir uns dann etwas die Gegend zu genießen und sind 18 km (!) erst entlang der Straße, dann durch den Dschungel zurück zum Hotel gelaufen. Laut gesungen und viel geschwitzt, hatten wir aber zwischendurch einen tollen Blick auf die Stadt von oben. Zum Abkühlen immer mal wieder die Füße in den Bachlauf nebenan. Abends ging es nochmal zu Fuß in die Stadt und ich aß das schärfste Essen meines Lebens. Gepaart mit all der Leichtigkeit, der Dankbarkeit über den Tag heulte ich durch die Schärfe das ganze Restaurant zusammen. Seid hier also bitte vorsichtig, nicht zu vergleichen mit Europa! Was ich absolut wusste, ich möchte unbedingt zu einen der Elefanten Reservate. Tagelang haben wir vorher recherchiert welche tatsächlich nachhaltig die Tiere versorgen, sich um ihr Wohl kümmern und die Gesundheit und ursprüngliche Natur respektieren. Es darf kein Reiten angeboten werden, keine Arbeit und keine Kunststücke! Am Ende haben wir uns für den Elephant Nature Park entschieden und es war ein unheimlich toller Tag. Diese Tiere sind so wahnsinnig beeindruckend, majestätisch und zeitgleich so vorsichtig liebevoll. Neben den Tieren durch den Wald zu wandern und vorsichtig beim Baden berühren zu können war so unbeschreiblich, dass ich noch jetzt als ich es schreibe Gänsehaut bekomme!

  • Chiang Mai Night Market
  • Maraa café
  • Soulkitchen Chiang Mai
  • Fahtara Coffee

 

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KOH LANTA

New Ozone Resort $
Transparenz: selbst bezahlt

“Das ist doch nicht real, das kann nicht sein, wow wo sind wir hier? Das ist doch nicht wirklich wahr!” Wiederholte ich die ganze Zeit, als das Rauschen der Wellen lauter, der Sand unter unseren Füßen spürbarer und die Häuser um uns rum weniger wurden. Da stand er unser Strandbungalow in erster Reihe, der allererste. Als wir ihn aufschließen, unsere Rucksäcke abstellen und ich feststelle, dass wir mit Blick zum Meer schlafen, kann ich unser Glück nicht fassen. Und das, so schön, ja gar luxuriös, soll backpacking sein? Ich bin so unfassbar dankbar, trete hinaus auf unsere Terrasse, rieche das Salzwasser. Der Wind weht mir durch die Haare und ich lächle über das ganze Gesicht. Diese Unterkunft kann ich nur empfehlen! Die Hütten sind sehr einfach gehalten, aber das war genau das was wir wollten und mit Klimaanlage, Terrasse und warmer Dusche ist alles da was man braucht. Es ist ganz witzig, die Dielen des Fußboden sind an einigen Stellen etwas weit auseinander, sodass man den Sand leicht durchblitzen erkennen kann. Das Resort ist eigentlich ein sehr günstiges und einfaches, wir haben gerade mal 20€/ Nacht gezahlt. Aber mehr paradiesischer Luxus geht nicht. Direkt am Strand, also 2 mal glücklich von unserem Bungalow weghüpfen entfernt, war ein kleines eigenes Restaurant. Hier habe ich das weltbeste Pad Thai gegessen und weil es so gut war auch fast täglich gefrühstückt. Wenn Koh Lanta, kann ich euch das New Ozone nur ans Herz legen…

What to do?

Hach, Koh Lanta! Diese Insel hat uns so unheimlich gut gefallen, dass wir von ursprünglich drei Nächten auf fünf verlängert haben. Es war ein Traum, ich hätte dankbarer und glücklicher über unsere Reise und diesen Stopp nicht sein können. Wir haben jeden Morgen am Strand gefrühstückt, und sind dann in den Tag gestartet, haben viele traumhafte Sonnenuntergänge hier miterlebt und die Insel sowie Inseln in der Umgebung erkundet. Einen Tag haben wir uns einen Roller ausgeliehen, der mit mir beim ersten Stop gleich mal weiter gefahren ist, nachdem Miri abgesprungen ist und ich im Busch gelandet bin. Bis auf einige sichtbare Kratzer ist aber nichts passiert :D. Hier haben wir sehr sehr gut gefrühstückt, ich weiß jedoch leider nicht mehr wie das kleine verwunschene Restaurant hieß. Die Insel mit dem Roller erkunden geht hier sehr sicher und gut. An anderen Stellen unserer Reise hätte ich es mir nicht zugetraut, aber hier war es wunderbar! Wir sind den ganzen Tag entlang der Küste bis zum Hafen der Oldtown und wieder zurück. Den Nationalpark wollten wir eigentlich auch besuchen, haben es dann aber aufgrund einer kleinen Gewitterwarnung gelassen. Am zweiten Tag haben wir eine der 4 Insel-Touren mitgemacht (Green Tours Travel). Im Nachhinein bin ich so froh, dass wir das gemacht haben! Vollkommen unerwartend ging es vom Bootes zum Schnorcheln – ich, der Schisser auf offenem Meer, ohne Surfbrett. Doch hier sind wir gemeinsam Seite an Seite durch eine dunkle Höhle geschwommen und am Ende traute ich meinen Augen kaum! Inmitten von Felsen , ein umringter Strand – mit Palmen und so glasklarem Wasser, dass ich dachte ich träume. Wow, die Überwindung hat sich mehr als gelohnt und die Überraschung werden wir wohl so schnell nicht vergessen. An einem der Abende haben wir an einem der thailändischen Kochkurse von Time for Lime teilgenommen. In über fünf Stunden lernten wir unsere Lieblingsgrezepte zukochen, samt Insider Tipps! Wir haben unheimlich viel gelacht und so gut gegessen, dass ich abends nicht wusste ob mein Bauch vom den vielen Delikatessen oder vom Lachen weh tut. Was ein absolutes Muss war, eine tägliche Massage oder Pediküre am Strand. Die Menschen hier sind so herzlich!

 

 

 

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KOH JUM

Junge Hill Beach Bungalow $
Transparenz: selbst bezahlt

“Wie da oben, das ist unsere Unterkunft? Haben wir echt schon wieder so ein Glück, was bitte haben wir gemacht, dass wir das verdient haben?” Frage ich, nachdem ich erst noch kritisch dem gegenüber war, dass unsere Rucksäcke heile auf dem Meer von der Fähre, auf das Longboard geschmissen, ankommen würden. Ich sah sie erst durchnässt auf der Meeresoberfläche schwimmen und dann langsam untergehen. Nachdem unsere Rucksäcke trocken hinter uns verstaut und wir unversehrt auf das kleinere Boot gesprungen sind, genieße ich. Der Wind durch meine nassen, vom Salz klebrigen Haare wehen, die Sonne an meiner Schulter und die Augen geschlossen. Als ich sie öffne fasse ich es erneut nicht! Das Junge Hill Beach Bungalow ist ein kleines “Resort” mit ca. 10 Bungalows inmitten des Dschungels versteckt im und auf dem Hügel. Am Fuß des Hotels, der Strand. Jeder Bungalow mit einer kleinen Terrasse zum Meer gerichtet und einzeln für sich stehend, spendet Ruhe, Naturabenteuer und Spaß, wie wir am nächsten Morgen überraschender Weise feststellen dürfen. Die Rezeption Open Air, das eigene Restaurant herausragend über den Hügel zum Strand, nur mit einer kleinen Holzverkleidung verdeckt. Einfach, schlicht, simpel, minimalistisch, großartig! Warm Wasser findet ihr hier vergebens, dafür die Dusche beinah wieder Open Air, das Himmelbett füllt fast das ganze Zimmer aus, nur noch erweitert durch einen kleinen Ventilator an der Wand und ich bin begeistert. Abends finden wir die wenigen Stufen zum Restaurant ein Hinweisschild : Vorsicht Affen. Ich lache noch – und freue mich auf meine Portion sticky rice mit Mango. Morgens allerdings weiß ich nicht, ob ich lachen, schreien oder heulen soll, als ich ausgeschlafen (naja irgendwas hat nachts schon gekrapselt draußen, aber das nahm ich nicht ernst und drehte mich auf die andere Seite) und nichts ahnend, fröhlich die Tür öffnete und auf den Balkon treten wollte, sprang ich zurück und kicherte. MIRI, da sind Affen auf unserer Veranda. Abendteuer, Natur und Ruhe findet ihr hier auf alle Fälle.

 

What to do?

Koh Jum war wunderbar zum erden und runterkommen. Also nicht, dass wir das auf Koh Lanta nicht auch schon sind, aber Koh Jum ist wirklich noch vollkommen “unzivilisiert”. Es gibt nicht mal einen Hafen und die Anfahrt war wieder ein kleiner erhöhter Pulsschlag wert. Aber es war genau richtig. Wir haben uns auf der Hauptstraße ein Fahrrad ausgeliehen und sind die Straße in 9km einmal komplett angefahren. Vorbei an kleinen Häusern und durch drei kleine Dörfer in denen die Kinder angelaufen kamen uns gewunken haben und mit einem lauten Hello begrüßten, weiter durch den Dschungel, den kleinen Aufstieg hoch, bis es nicht mehr weiter ging und nur noch mehr und die umliegenden Inseln zu sehen gab. Hier am Ende der Straße entdeckten wir ein kleines Schild “Café”, etwas kritisch ging es für uns runter zum Strand, wo wir Don kennenlernten, der dieses Café schon sein ganzen Leben betreibt. Er wohnt und arbeitet hier, nichts um ihn rum außer Meer, Strand und eine kleine Henne. Es war echt nicht ganz zu glauben und ich bin unheimlich dankbar für Entdeckungen und Momente wie diese. Nach einem Eiscafé und einem kleinen Nachmittagplausch mit Don, ging es zurück zum Hotel. Auf dem Rückweg entdeckten wir die ersten wilden Affen und ich musste mit Kamera bewaffnet natürlich gleich hinterher. Das war der Wahnsinn, ich hab es bis abends nicht geglaubt. Die Fahrräder auf dem Weg abgeben und runter an den Strand den Sonnenuntergang genießen. Wir haben zwei Nächte hier verbracht. Den zweiten Tag haben wir mit einem morgendlichen Spaziergang am Strand gestartet, bei dem wir die nächste Affenfamilie samt Babys und entdeckten, leider auch etwas Müll sammelten, denn Koh Jun ist tatsächlich sehr abgeschieden und daher auch an einigen Stellen sehr vermüllt. Nicht überall, keine Sorge , ein kleines Paradies bleibt es dennoch!! Ansonsten blieb uns hier sehr viel Zeit ohne Stress uns Trubel und wir haben den ganzen Tag nur gelesen, philosophiert, gegessen und Karten gespielt. Es war wunderbar leicht. 

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PHUKET

EcoLoft Hotel $$
Transparenz: selbst bezahlt

Das EcoLoft Hotel ist im industriellen Design gebaut, ebenso schick, hell und extravagant an gewissen Stellen wie unser erstes Hotel. Auf der Dachterassen hatten wir ebenfalls wieder einen Pool und haben uns hier ein Zimmer für zwei Nächte gegönnt, obwohl wir in der letzten Nacht morgens bereits um 2.30 Uhr los zum Flughafen mussten uns sich das Zimmer zeittechnisch nicht wirklich gelohnt hat, wollten wir uns den Luxus nach der Unterkunft davor ohne Warmwasser nochmal gönnen und frisch geduscht und ausgeruht in den Flieger nach Hause steigen. Die Mitarbeiter des EcoLoft waren sehr freundlich und haben uns bei allen Fragen unterstützt und am letzten Abend sogar noch mit lebensrettender Maßnahme vor einer Kakalake befreit. Vier Weiber auf Mission 😀 Das EcoLoft ist fußläufig zur Altstadt von Phuket und sehr zentral gelegen. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt! Wer allerdings Meer sucht ist hier fehl am Platz. Uns war nur wichtig nochmal etwas luxuriöser zu nächtigen um den ganzen Sand, Dreck, Schweiß der Abendteuer aus den Haaren und vom Körper zu waschen.

What to do?

Wir haben in Phuket ehrlicherweise wirklich nichts mehr gemacht. Das einzige was geplant war, war der Big Buddha, den hätte ich gern gesehen. Allerdings war die Anfahrt dann so weit und teuer, dass wir uns spontan dagegen entschieden haben und lediglich den ganzen Tag den Pool auf der Dachterrasse genutzt haben. Lesen, abkühlen, alles review passieren lassen und ruhen. Wir sind am zweiten Tag dann noch kurz auf den Day und Night Markt und das wars. Uns hat Phuket deswegen auch nicht umgehauen, im Gegensatz zu dem was viele Andere ja wirklich auch schwärmen. Das lag aber denke nur daran, dass wir inmitten der Oldtown waren, die zwar irgendwo süß ist, dann aber zu voll, warm und städtisch. Mehr haben wir von Phuket als letzten Stop nicht mitbekommen, da wir vorher sowohl auf Koh Lanta als auch auf Koh Zum verlängert hatten und uns dann keine Zeit mehr bleib.

  • Big Buddha
  • Day+Night Market

*ES WERDEN AFFILIATE LINKS GENANNT. NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST ER DAHER ALS WERBUNG GEKENNZEICHNET.

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