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CORNWALL: Yoga & Surf Retreat

The Surfsisterhood Retreat – Dive in. Eine Woche, sieben Tage zurück oder gar überhaupt endlich in eine Yoga Routine eintauchen, neue Menschen kennenlernen, Erfahrungen austauschen, endlich wieder auf dem Brett stehen und die salzige Meeresbrise spüren, sich schlichtweg in Cornwall verlieben. Cornwall, Südengland, da fällt den meisten weder Yoga und schon gar nicht surfen ein. Für mich war es die perfekte Kombination.

Konnte ich es zu Beginn nicht abwarten endlich in diesen Flieger zu steigen, kam die Reise am Ende genau zum richtigen Zeitpunkt. Digital detox und Entdeckung der eigenen Doshas inklusive. Hierzu gleich mehr – aber eines sei schonmal zu Beginn gesagt: Es war traumhaft schön! So viel gelacht und gelernt habe ich schon lange nicht mehr. Von der Gruppendynamik, bis hin zu den Gesprächen – es war genau so (oder sogar noch besser) wie ich es mir vorgestellt hatte.

Cornwall

Cornwall ist ruhig, harmonisch, grün und nass. Neben dem Rollfeld des Flughafens grasen Schafe und das Flugzeug, dass in Newquay landet hat gerade einmal Platz für 84 Personen. Das Wetter wechselt gefühlt stündlich zwischen Regen, Sonne, Nebel und Sturm. Aber ich finde es herrlich und genieße es sehr.

Der Wochen- und Tagesablauf

Jeder Tag startete mit einer Yoga Einheit von 7.30 bis 9:00 Uhr in einem der schönsten Yogastudios, die man sich vorstellen kann. Mit Blick auf die kleinen Boote, schienen die ersten Sonnenstrahlen des Tages durch die gläserne Wölbung des Studios, der Holzboden warm unter unseren Yogamatten beobachteten wir den Tau und Nebel bei seinem Spiel Millimeter über der Wasseroberfläche. Anschließend ging es Heim, zum gemeinsamen Frühstück. Jeden Morgen gab es ein anderes warmes Gericht, was wir in der Küche mit Blick auf den Hafen genoßen und unsere Ziele des Tages teilten. Birnen-Porridge, Chia-Pudding mit Schokolade oder gegrilltes Pilzbrot als Stärkung für den Tag. Danach Sachen packen und ab auf die Suche nach dem perfekten Swell. Umziehen im Van, aufwärmen am Strand, Board schnappen und rein ins kühle Nass. Nachdem Surfen wird sich bei Chai-Tee, Bananabread und Power Balls am Van gestärkt. Am späten Nachmittag, wenn wir zurück im Sisterhoodhaus sind, in dem wir gemeinsam für die Woche wohnen, haben wir etwas Freizeit für uns. Lesen, über die Erlebnisse des Tages austauschen, Tipps und Lebensphilosphien teilen. Abends gehen wir entweder in die Stadt um in einen der süßen, kleinen Restaurants gemeinsam zu essen oder kochen gemeinsam zuhause.

Jeder Tag war anders: Je nach Wetterbedingungen verändert sich der Swell und somit die perfekten Surfbedingungen stündlich. Dies bedeutet, dass die Tage spontan und flexibel gestaltet sind. Je nach Lage wird entweder morgens oder abends eine Yogaeinheit gehalten. Bis auf zweimal haben wir morgens Yoga gemacht und sind dann raus an den Strand. Aufgrund sehr guter Bedingungen an zwei weiteren Tagen, änderte sich das und die Einheiten mit Yoga und Meditation wurden auf den Abend verlegt. Den richtigen Wind haben wir so gleich am Morgen nutzen können. An diesen Tagen lunchen wir am Van. Nach einer Erholungspause in der Sonne, ging es ein zweites Mal ins Endorphinbad des Meeresrauschen.

An den Nachmittagen unternahmen wir kleine Ausflüge, nach Kynance Cove, zu der Werkstatt von ONE SURF und zu Atlantik Blanket.

Yoga und Meditation

Wie war das Yoga? Können Beginner mithalten? Ja, definitiv! Das schöne an Retreats ist, dass man in einer kleineren Gruppe Yoga macht und mehrere Tage beisammen ist. Somit können die Yoga Lehrer besser auf die individuellen Bedürfnisse jedes Teilnehmers eingehen. Man hat gemerkt, dass ihnen das Wohl eines jeden Teilnehmers sehr am Herzen liegt.

Grundsätzlich kann man die Yoga- und Meditationseinheiten während des Retreats so unterteilen:

  • Vinyasa Yoga (meist morgens als Flow, um fokussiert und den Tag zu starten)
  • Breathwork als Unterstützung während der Übungen und der Meditation
  • Yin Yoga ( abends, als Entspannung der Muskeln und Reflexion des Tages)

Surfen

Patrick war ein toller Surflehrer. Voller Geduld, Motivation und Spaß ist er mit uns jede Welle angegangen. Aufwärmungen am Strand, Bodysurfen durch die Wellen, Patrick hat jeden Blödsinn mit uns gemeinsam erlebt und uns am letzten Tag sogar bis ins grüne Wasser gepushed. Die Surfeinheiten sind für jedes Level etwas. Lauren surft die größeren Wellen weiter draußen mit den bereits versierteren Surfsisters während Patrick sich um die Perfektion der noch übenden Wellenreiterinnen bemüht. Und so hatten wir sowohl genügend Zeit für uns, als auch immer wieder einen privaten Profi an der Seite, der mit uns gemeinsam Seite an Seite die Weißwasser-Wellen surfte um ständig neue Tipps und Tricks zum Ausbessern mitgab. Aufstehen, Fußstellung für eine bessere und leichtere Wendung, untertauchen bei einer zu großen Welle um nicht durch die Gegen gewirbelt zu werden. Den salziges Geschmack, das Rauschen des Meeres, das Glitzern der sich brechenden Wellen hab ich noch abends in Erinnerung, als wir zu Bett gehen. Stundenlang saßen wir auf unseren Brettern, die cornische Landschaft genießend oder eine neue Welle Richtung Strand angehend, den grünen Klippen entgegen – rauschend voller Euphorie und Freiheit. Und ja, am letzten Tag saßen wir dann endlich alle zusammen, da draußen im grünen Wasser, die großen Wellen ausprobierend. Die Sisterhood zusammen + Patrick.

Das Gefühl als ich meine erste grüne Welle nehme, unbeschreiblich. Freiheit ist nicht untertrieben. Kraft, Energie, Selbstvertrauen! Es kribbelt. Ich komme aus dem sich über mir brechenden Wellen wieder hoch, mich auf mein Brett stützend, bereit zurück zu den Anderen paddeln, als sie mich anjubeln und mindestens genauso strahlen wie ich, purer Stolz. “Und wie fühlt es sich an?” Weich, sanft – glücklich.

Warum mir das Retreat so gut gefallen hat

Lauren und Patrick haben sich wirklich viel Mühe gegeben, die Gruppe hatte eine tolle Dynamik und ich fühlte mich unheimlich wohl. Wir verstanden uns so gut, dass wir “in unserer kleinen Blase”, wie wir es nannten, eine kleine Sisterhood bildeten. Ich konnte während der Yogaeinheiten wirklich voll und ganz abschalten und war zum Ende der Woche hin einfach tiefenentspannt. Die Kombination des Vibes von Cornwall vereint mit dem Familien-ähnlichen Prinzipien des Retreats ließ einen wachsen, entspannen und sich öffnen. Lauren hat sich süße Kleinigkeiten einfallen lassen, die das Retreat noch harmonisiert haben: Die Goodiebag, die uns auf unseren Betten bei Ankunft begrüßten, war voll mit nachhaltigen und nützlichen Produkten besonders während des Retreats (Sufer- Sonnencreme; Emaille Tasse; und mein Chakraband erinnert mich auch jetzt noch an mein Mantra ) und jede der Yogaeinheiten wurde mit einem kleinen Shavasana beendet ( das ausgestreckte Liegen inkl. kleiner Massage der Stirn – und Schläfenregion mit den Fingerspitzen). Lauren und Patrick gehen während des Retreats voll und ganz auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ein, so haben wir auf den Autofahrten mal die Welt verbessert, mal ein Wettrennen mit dem jeweils anderen Auto gestartet oder einfach gemeinsam geschwiegen und die vorbei rauschende Landschaft genoßen. In Summe ein sehr harmonisches und liebevolles Retreat, was ich gern wieder erleben würde.

Danke an alle Teilnehmer und an Thesaltsisterhood für dieses tolle Erlebnis!

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