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FINNLAND: SCHLAFEN UNTER POLARLICHTERN

Einmal die tanzende Aurora mit Schnee unter den Füßen beobachten. Das habe ich mir für meine “Löffelliste” vorgenommen. Und wir haben es tatsächlich geschafft. Eine Erfahrung die ich bisher definitiv zu beeindruckendsten zählen darf!”

Im Vorhinein haben wir uns vieles erträumt, was wir alles schönes erleben könnten und vielleicht dürften. Schnee schon im Oktober, freilaufende Elche, Saunagänge und natürlich das Farbspiel der tanzenden Aurora über uns. Was soll ich sagen, wir Glückskinder durften tatsächlich alles erleben. Es war perfekt und einfach ZIEMLICH FABELHAFT.

FINNLAND: EIN WUNSCH & EINE MISSION ENTSTAND!

Ingesamt waren wir 4 Tage in Finnland. Die Idee entstand zum Geburtstag meiner Eltern. Im Artic Tree House Hotel fand ich den idealen Ort zum Beobachten von Polarlichter. Das Hotel, im nördlichen Rovaniemi am Polarkreis, ist auf das Beobachten von Polarlichtern ausgelegt. Es is im typisch skandinavischen Stil designed und besteht aus mehreren separaten Bungalows, jeder Bungalow ausgestattet mit riesigen Fensterfronten perfekt zum Entdecken spontaner Lichtspiele aus dem Warmen. Die Bungalows stehen mitten im Wald, so dass keine Lichter der Stadt ablenken können. Es gibt zwei Größen von Bungalows. Die kleineren 1-Zimmer Suiten sind für 2-3 Personen angedacht. Die größeren Appartements haben neben zwei Zimmern mit eigenem Bad auch eine Sauna, einen Kamin und eine eigene Terrasse. Im Haupthaus befindet sich das Restaurant, eine kleine Bar mit Kaminzentrum, die Rezeption und der Spa-Bereich. Aus dem Appartement kann man sowohl vom Wohnzimmer als auch von den Schlafzimmern aus in den Wald gucken. Auf, auf ging es also gemeinsam in Familie auf Abenteuerreise Finnland.

Eine Reise nach Rovaniemi führt über die finnische Hauptstadt. Aufgrund der Größe Rovaniemis gibt es keine Direktflüge. Wir entschieden uns einen mehrstündigen Aufenthalt in Helsinki einzuplanen und den Flair der Stadt bei einem gemütlichen Spaziergang aufzusaugen. Helsinki ist eine sehr schöne, süße und helle Stadt. Besonders gefallen hat mir die Kirche. Zudem ist alles fußläufig zu erreichen. Bevor wir uns zurück auf den Weg zum Flughafen machten, haben wir bei Kaffee, Bier und Lunch in der Markthalle den Blick auf den Hafen genossen. Sehr empfehlenswert! Am Hauptbahnhof fährt jede Stunde ein Bus zum Flughafen, die Fahrt kostet 8 EUR und dauert eine knappe Stunde. Auch der Flug von Helsinki nach Rovaniemi dauert nicht länger als 30 Minuten. Angekommen am kleinsten Flughafen der Welt, abgesehen von dem auf Aruba (ich scheine ein Fabel für Mini-Gates zu haben :D). Sind es gerade einmal 5 Autominuten in das traumhafte Hotel.

Schon als wir auf die Einfahrt des Haupthauses auffahren sind wir begeistert, die erste hauchdünne Schneeschicht liegt bereits auf dem Straßenrand. Zwischen den großen Tannen blitzen überall belichtete Rentiere und farbwechselnde Tannen auf. Im Eingang der Rezeption flackert das Feuer und es riecht nach Tannennadeln. Wir werden mit einem Begrüßungsdrink aus Lorbeeren und wahlweiße Gin begrüßt. Vom Haupthaus können wir zwar über eine Treppe zu unseren Suiten gehen, jedoch nehmen wir an diesem Abend doch das Auto – die Koffer sind auf diesem Weg doch einfacher zu transportieren. Im Bungalow sind wir ein weiteres Mal begeistert! Bei einem Wein und dem ersten Kaminabend stoßen wir auf den kommenden Familienurlaub an und schmieden erwartungsvoll und sehr vorfreudig die Pläne der nächsten Tage. Gute Nacht.

ÜBER HELSINKI NACH ROVANIEMI: WHAT TO DO AUF DER SUCHE NACH AURORA.

Fest stand: Ich möchte freie Rentiere sehen! Am ersten Tag ging es jedoch vormittags zu allererst ins nebengelegene Weihnachtsmanndorf. Santa Claus Village, wie es sich nennt, ist sowohl Schauplatz des weiß-bärtigen, rundlich, freundlichen Mannes, als auch Hotel- und Urlaubsanlage. Hier befindet sich das Büro des Weihnachtsmannes, seine Rentierfarm und  neben seinen Elfen, die überall rumwuseln, kann man aus dem offiziellen Postoffice des Weihnachtsmannes einen Brief mit Poststempel vom finnischen Polarkreis abschicken. Wie süß ist das denn bitte? Kurz vor der Weihnachtszeit, kannst du auch angeben, dass die Briefe bitte erst an Heiligabend ausgeliefert werden, der Weihnachtsmann kommt ja schließlich nicht an irgendeinem x-beliebigen Tag zu Besuch ;). Nachmittags war klar, wir wollen finnische Natur – rein in die Wanderschuhe und raus in den Wald. Wir hatten uns für die 4 Tage Vorort einen Mietwagen genommen und so die Möglichkeit aus Rovaniemi raus in die benachbarte Natur zu düsen, um uns treiben zu lassen. Die Lichtverhältnisse zum späten Nachmittag waren faszinierend. Angekommen auf einer kleinen Erhöhung, schien das Sonnenlicht durch die Tannenspitzen und lies die leichte Schneedecke auf den Felsen schimmern. Dick eingemummelt stapften wir los. Es gibt für mich wenig mehr, was so beruhigend wie die frische (kalte) Bergluft ist. Über Steine und Felsen, zwischen gefrorenen Regenseen mit der untergehenden Sonne im Gesicht und dem knirschenden Schnee unter unseren Füßen wanderten wir mit kleinen Gesprächen, Fragen, Anekdoten und Lachen durch die finnische Waldlandschaft. Als das Grummeln unserer Mägen nicht mehr zu überhören war und die Kälte langsam in die Knochen zog ging es zurück ins Hotel. Hier wartete bereits unsere Reservierung im hoteleigenen Restaurant auf uns.

Das Rakas ist das beste Restaurant Rovaniemi´s und Umgebung. Zu jedem Hauptgericht wird ein individuelle Vorspeise serviert. Ich habe mich für einen Salat mit gebratener Artischocke und Erdbeeren entschieden, während ein Teil meiner Familie eine Süßkartoffelsuppe genoß. Zum Hauptgang standen mehrere Varianten mit landestypischen Noten. Wenn wir schon einmal da waren, wollten wir Elch probieren. Auch beim Nachtisch ließ sich der Koch etwas besonderes einfallen. Alle drei Gänge hatten etwas nordisches an sich und machten so dieses Abendessen zu einem besonderen Erlebnis. Vollgegessen und glücklich trafen wir uns in unserem Appartement auf Wein, Musik und einen Saunaabend. Nach der Sauna ging es natürlich auf die schneebedeckte Terrasse zur Schneeballschlacht.

Den ganzen Abend haben wir per App die Wahrscheinlichkeit der Polarlichter betrachtet und immer wieder enttäuschend realisiert, dass wir wohl wenig Chance auf die tanzende Aurora haben werden. Umso mehr war ich verunsichert, als ich über den Kamin hinaus ins Dunkel schaute und der Himmel leicht grünlich schien. Ich wollte niemanden verunsichern und ging deswegen zuerst in mein nebengelegenes Zimmer um es dunkler zu haben und als der Schein nicht verschwand, musste ich raus auf die Terrasse. Und dann kamen sie ganz deutlich – ich konnte nicht anders als schreien. Es war einfach unbeschreiblich, da tanzten doch mittlerweile sehr deutlich in einem Band zusammen gehalten gelb, rötlich und klar grün die Polarlichter über uns. Zusammen eingemummelt in unsere Bademantel standen wir im dunklen Wald und betrachten das Schauspiel. Es dauerte vielleicht 30 Minuten, ganz genau kann ich das nicht mehr sagen. Es war so surreal, aber wunderschön.

 

Glücklich und immer noch vollkommen geflasht wollten wir an unserem letzten Tag nun endlich auf die Rentierfarm. Davon gibt es einige in Finnland, da alle Rentiere die frei in Finnland rumlaufen zu einem Rudel, und das Rudel zu einem Besitzer gehören. Ein wenig wurde uns die Illusion der Rentier in freier Wildbahn genommen, allerdings hat es auch sein beruhigendes. Wir haben sehr viel über die Tiere und das Leben auf der Farm gelernt, so ist jedes Tier gechipt und kann von seinem Besitzer geortet werden, wenn sich dem Tier zum Beispiel etwas zugestoßen ist. Durch die Zugehörigkeit jedes einzelnen Tieres können die Besitzer jederzeit ihre Tiere ausfindig machen, ihnen helfen, ihnen kalten Zeiten Futter bringen und das Rudel auch wieder zusammentreiben, wenn sie zurück auf die Farm müssen. Untereinander wissen die Farmer welche Tiere zu wem gehören und passen aufeinander auf. Die Farmerin führte uns auf ihrem Hof herrum und erklärte uns wie sie die Tiere schert, wie sie die Felle trocknet und auch bei der Fütterung ihrer zwei jüngsten Rentiere waren wir samt Streicheleinheiten dabei. Es war mega spannend und interessant, etwas über die Lebensweise auf der Farm und mit den Rentieren zu erfahren. Da wir alleine dort waren und solche Führungen nicht alltäglich sind haben wir einen ganz persönlichen Einblick bekommen, wofür wir sehr dankbar waren.

Abschließend durften wir auch am zweiten Abend die Aurora betrachten. Diesmal nicht so lang und intensiv, aber dennoch zu erkennen.

FAZIT: MISSION GELUNGEN, ALLE GLÜCKLICH!

Was für eine tolle Reise. Wir durften tatsächlich alles erleben. Rundum sehr harmonisch und beruhigend. Das Hotel war perfekt für unser Vorhaben, ich war selten in einer so schönen Anlage. Ich kann es jedem nur empfehlen, besonders zur Winterzeit ist der Blick vom Bett durch das offene Fenster in den schneebedeckten Tannenwald einfach traumhaft schön. Fazit, wir sind glücklich und fasziniert, diese Reise wird wohl sehr lange in Erinnerung bleiben.

Sprachlos, Danke Welt.

*IN DIESEM POST WERDEN MARKEN & AFFILIATE LINKS GENANNT ODER VERLINKT . NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST ER DAHER ALS WERBUNG ZU KENNZEICHNEN.

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