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TRAVELGUIDE | BAVARIA.

by resiheinrich

SOMMER 2020


… Manchmal muss man einfach raus. Raus aus dem Alltagsleben, hinein ins Abenteuer – aber eben doch in der Nähe sein! Corona hat uns dieses Jahr nicht nur einige Pläne zerschlagen, sondern vielleicht auch ein wenig nachdenklicher werden lassen. Zumindest uns. Reisen, Neuentdeckungen und Freiheit aufgeben ist keine Option. Alles ist möglich, wenn wir nur bereit sind uns anzupassen. Mission ganz weit weg und doch so nah im eigenen Land: auf nach Bavaria! Sagen wir über Australien oft, dass wir eigentlich nichts über dieses Land wissen, so vergessen wir, dass wir auch vor den uns nahen Orten die Augen oft verschließen. Was wissen wir schon über Bayern, Ostfriesland oder den Schwarzwald? Wir – vor unserer letzten Reise, zumindest nicht viel.

Kaum zu glauben ..

.. dass schon über drei Monate vergangen sind, seitdem wir in Bayern unseren heimischen Roadtrip starteten. Ich hatte ursprünglich vor, diesen Beitrag direkt nach unserer Reise online zu stellen, aber mein Kopf und die turbulente Zeit lies mich nicht so richtig. In diesem Beitrag soll es hauptsächlich um unsere Route und Gedanken gehen. Wir waren nur eine Woche im Süden Deutschlands und so wollten wir die Zeit zumindest teilweise effizient nutzen. Das Gute ist, dass es nicht so weit weg ist und wir uns deshalb überhaupt keinen Stress gemacht haben. Da wir nach Wetter und Laune spontan sein wollten, sammelten wir vorher mögliche Orte und eine beste Reiseroute zusammen, entschieden später aber täglich spontan ob wir abwichen oder uns an den Plan hielten.

Vorab eine kleine Bitte. Ich teile all unsere Stellplätze zu den jeweiligen Orten und bitte diese mit Vorsicht zu beachten. Wichtig ist, wir können nur im Einklang mit der Natur diese auch in Ruhe genießen, wenn wir sie schützen. Das bedeutet, dass die Stellplätze am besten sauberer zurückgelassen werden als ihr sie vorgefunden habt – das war zumindest immer unsere Devise! Also bitte immer darauf achten, dass keine Tiere gestört, Pflanzen überfahren werden oder Müll zurückgelassen wird. 🙂

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Eibsee

N 47° 28′ 48″ E 11° 1′ 51

6:34 Uhr – Motorengeräusche ebben ab, eine Autotür klappt. Es ist nur noch das Rascheln meiner Taschen, die aneinander reiben zu hören. Wenige Sekunden später klirrt der Schlüssel in meinem Schloß, nur noch Treppenstufen und da stehst du mit breiten Grinsen. Noch ein wenig müde und verhalten basteln wir das Autotetris für die kommenden 7 Tage zusammen. Als ich mich in den Beifahrersitz lehne und die ersten Töne unserer “After-Corona-Playlist” ertönen entspanne ich. Es liegen gut 6 Stunden Autofahrt, neue Orte im eigenen Land, Spontanität, Frischluft, Verbundenheit mit der Natur und tagelange Mädchengespräche vor uns.

Eine Dreiviertel Stunde außerhalb von Berlin kann ich im Augenwinkel sehen, wie ihre Schultern sich entspannen, die flache Atmung scheint wieder tiefer, ich traue mich sogar das Radio lauter zu drehen. Vor uns liegen 698 Kilometer durch Deutschland, Stunden am offenen Fenster, mit dem Gesicht in der Sommersonne, die uns hinter der Sonne wärmt. 128 Songs zählt die Playlist, die der Soundtrack für diesen Roadtrip sein soll. Ich hänge irgendwo zwischen Casper und Rise Against fest, schweife immer mal wieder in alte Songs von FSF ab,  und verliere im Stau gern meine Vernunft an PUR. Letzteres zur geringeren Begeisterung meiner liebsten Reisebegleitung.

Wir passieren Felder, Landesgrenzen und sehen irgendwo am Horizont die Voralpen, die immer größere Dimensionen annehmen. Als wir an einer Tankstelle die ersten Snacks verschlingen und Pause machen verkündet sie: das ist mein erster Urlaub in den Bergen! Und ich darf dich begleiten. Wenn du eine Woche ohne Termine vor dir hast, etwas Kribbeln im Bauch, Vitamin D im Gesicht und ein gute Dose Cider am Abend in Aussicht, dann fühlt es sich auf einem Stück Asphalt längst nach Freiheit an. Ich lehne mich mit geschlossenen Augen gegen die C-Säule. Noch 30km. Noch 15km. Die Berge erklimmen längst über uns. Gänsehaut und eine leichte Träne der Begeisterung in unser beider Augen. Noch 3km. Angekommen.  

Zu erst halten wir direkt am Eibsee an. Am Fuße der Zugspitze parken wir unser Auto, dass später endlich auch ihren Namen erhalten soll, schnallen unseren Rucksack auf und die Schleifen unserer Wanderschuhe enger und maschieren los. Erst noch schweigend, später staunend, lachend. WOW! Ich kann noch nicht ganz glauben, dass Deutschland so wunderschön sein kann und werde diese Bewunderung in den nächsten 144 Stunden auch nicht abschütteln können. Den Eibsee einmal zu umrunden dauert ca. 2,5 Stunden mit einer kleinen ersten Drohnenpause landen wir später wieder auf den Autositzen unseres fahrbaren Zuhauses und suchen uns einen Stellplatz für die Nacht. Das der Eibsee türkisblau und glasklar wie in exotisch, fernen Ländern ist analysieren wir noch als wir im Campingstuhl den roten Alpspitzen beim abdunkeln zusehen.

Tipp: Der Eibsee ist jeder Reise wert! Am besten jedoch zur Nebensaison, im Hochsommer kann sich hier schonmal der ein oder andere Instabumbs versammeln und die Ruhe und den Zauber der Natur nehmen.

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Während Tau sich mit der Feuchtigkeit meines Atmens vermischt und entlang der Scheibe tropft, öffne ich sachte meine Augen. Mein kalter Atmen faltet sich vor mir zu einer Wolke aus Vorfreude und letzter Müdigkeit zusammen, als ein leises “Guten Morgen Kürbis” mich aus meinen Gedanken reißt. Ein verschlafenes Lächeln schaut mir entgegen und gibt mir die Sicherheit, dass die Endorphine nicht nur in meinem Körper Morgenyoga veranstalten. Der Blick durch die Frontscheibe auf die Zugspitze wird wohl einer meiner liebsten Reiseerinnerung aus dem Sommer 2020 werden. Mit dem wohl schönsten Schlafplatz erhitze ich Wasser über dem Gaskocher. Wenig später geht es für uns auf 2.962 m Höhe. Mit der ersten Gondel um 8.15 Uhr, die Coronabedingt nur mit wenigen Menschen gefüllt ist, durchbrechen wir Wolken und Klimazonen. Sind unten sommerliche Temperaturen Mitte der Zwanziger und Flipflops angesagt, ziehen wir oben angekommen unsere Mützen tiefer und Schals enger. Minus 5 Grad Celsius. Der Blick entlang scharfer Steinklippen auf den Eibsee als die Wolken aufbrechen ist atemberaubend. Eine eiskalte Schneeballschlacht, vier Runden Schlittenfahren und einen geteilten Kürbisburger später – schalte ich während der Zugfahrt nach unten ab. An in einem Stück Deutschland, das schon jetzt wunderschön, unentdeckt, vielfältig und so beruhigend auf uns beide wirkt, wie ich es nie gedacht hätte.

Tipp: Ein Weg mit der Bergbahn und einer mit der Seilbahn. Die Seilbahn der Zugspitze bricht mit ihrer Länge und Höhe ganz drei Weltrekorde. Ein Kombiticket kostet 84 Euro.

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Tüttensee

N 47° 50′ 43″ E 12° 33′ 52″

Wir passieren Kuhheiden, Bächer und verirren uns ganze dreimal auf dem Weg zum Chiemsee und einem geeigneten Stellplatz für die Nacht. Dieser Spott hier war keineswegs bekannt oder geplant und am Ende unser ruhigster und romantischster Ort. Nur zwei andere Busse stehen hier neben unserem kleinen Kombi. Während das Abendessen im Topf brodelt erzählen uns unsere “Nachbarn”, dass sie gar nicht unweit von hier wohnen und diesen kleinen Ort gern als Zuflucht nutzen. Etwas verwundert bin ich schon, ich würde in meinem Urlaub nicht zwingend, begeistert an den kleinen Müggelsee fahren. Wenig später erkennen wir den Zauber des Tüttensees dann selber und beginnen zu ahnen was dieses Fleckchen an sich har. Inmitten eines kleinen Waldes ragt der Tüttensee, gerade einmal so groß, dass wir ihn in 45min Abendspaziergang nach Pasta aus Plastikschalen im Campingstuhl umrundet haben. Drei kleine Stege ragen gleichermaßen verteilt in den See hinein und soll uns am nächsten Morgen als Yogaspot dienen. Etwas verträumt spielen wir noch eine Runde Quixx und mummeln uns dann in unsere Schlafsäcke.

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6.00 Uhr der Wecker klingelt und die Sonne kitzelt abermals durch die Autoscheibe unsere Nasen. Zähneputzen und tägliches Erinnerung-Polaroid. Die Yogamatten unterm Arm folgen wir den mittlerweile zweiten Gesängen der Vögel durch den Wald. Noch immer liegt Tau auf den Gräsern und Kleeblättern. Die Luft schnuppert feucht und frisch, die erste Wärme deutet sich an. Wie schön dieser Anblick auf dem Steg ist, mit seinen Gebirgen im Hintergrund und Klippen, den versteckten Stegen und verschlafenen Bäumen, mit glitzernden leichten Wellen auf dem See, erwacht langsam die Gegend. Ich ziehe meine Schuhe aus und spüre das modrige Holz unter meinen Füßen während ich behutsam die Matte ausrolle und durchatme. Diesen Moment könnte ich einfrieren. Meditativ komme ich runter und bereite mich auf unseren Flow vor. Als ich die Augen wieder öffne steht eine ältere Dame lächelnd und beobachtend neben uns.

Tipp: Yes! Wir haben den Ausblick und den kleinen Steg direkt in der Sonne nur mit liebevollen Damen teilen müssen, ewig auf den Horizont geschaut und den kleinen Platz erst verlassen, als unsere Mägen nach Frühstück knurrten. Dieser Platz sei wohl selbst Einheimischen aus der Gegend unbekannt. Mit vielen Tipps für unser nächsten Ziel und ein paar romantischen Bildern später, plantschte ich noch immer mit dem Zeh an der Wasseroberfläche, bis wir final zusammenpacken.

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Chiemsee

N 47° 56′ 2″ E 12° 27′ 43″

Die Pizza liegt auf dem Schoß des Beifahrersitz, die Beine lehnen nach draußen, um den letzten Rest Sonne auf der Haut zu genießen, bevor sie dann schließlich hinter den Bergen untergeht. Neben uns hält noch ein Bulli, die sich abwechselnd ihre Stühle und das Abendbrot neben uns rausreichen. Noch vor ein paar Tagen, wollten wir unbedingt raus aus der Stadt, mal für ein paar Tage etwas anderes sehen, andere Luft atmen. Jetzt parken wir mit direktem Blick auf den Chiemsee auf einem kleinen Platz vor einer riesigen Wiese und genießen den Blick auf das Alpenglühen und dieses goldene Flirren in der Luft, bis es langsam pink und dann irgendwann dunkelblau wird. Balancierend auf den Bänken vor dem Schilf, Momentaufnahmen und Gelächter unserer eigenen dummen Geschichten und eine erneute Runde Quixx vor uns. Die Vögel zwitschern ihr letztes Abendlied, während die Kerze immer mehr die Aufgabe des Lichtes übernimmt bevor wir uns final in unsere Schlafsäcke kuscheln.

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Noch vor der Reise haben wir uns unsere eigene Stand-Up-Paddle Boards gekauft. Da wir irgendwie ein wenig zu, sagen wir, aufgeregt waren diese bereits am Eibsee aufzubauen und zu nutzen, stand dieser Punkt am Chiemsee auf unserer Bucketliste. Nach dem ersten Tee und geliebten Frühstücksbowl geht es bereits sehr Früh mit dem Auto entlang der Küste nach einer geeigneten Stelle. Irgendwann finden wir keine 20 Minuten von unserem nächtlichen Stellplatz einen geeigneten kleinen Parkplatz mit direkten Wasserzugang. Außer uns nur 4 Autos, aber weit und breit keine Menschenseele. Diesmal mit mehr Geduld und Vernunft, Boards aufgebaut und ab ans Wasser. Dass wir bis auf zwei Segelboote das spiegelglatte Nass für uns und freie Sicht auf die Berge hatten vermag ich noch immer nicht glauben während ich diese Zeilen schreibe. Dass wir so Früh los sind war ein absoluter Glücksmoment. Das Wasser so glasklar, als würde man auf einer Badewanne paddeln. Die Sonne wärmt nicht nur sich mit zunehmenden Minuten sondern auch unsere Herzen auf. Abermals lachen, genießen – mit immer langsam werdenden Puls und Atmen liegen wir auf unseren Boards und zählen Wolken. Kurz bevor wir weiterreisen lassen wir uns noch neben unsere Boards auf das grüne Gras fallen und haschen einige Pigmente während sich der Platz und das Wasser mit immer mehr strahlenden Gesichtern füllt – Zeit für uns weiterzuziehen.

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Tegernsee

N 47° 41′ 41″ E 11° 44′ 33″

Nachdem wir an den anderen Spots nicht wirklich wandern oder sportlich aktiv waren, stand für mich fest, dass wir am Tegernsee eine der vielen Möglichkeiten einer Wanderung nutzen. Zugegebenmaßen ist dies hier der unschönste Stellplatz direkt an einem kleinen Spielplatz, allerdings haben wir hier ordentliche Sanitäranlagen und ein richtiges Waschbecken hat nach bereits 5 Tagen schon seinen gewissen Charme ;).

Den Morgen beginnen wir wieder mit einer Bowl auf einer Parkbank direkt am See, bevor wir loswanden halten wir unsere Füße zum wach werden noch kurz ins kühle Nass, dann werden Schnürsenkel und Rucksäcke geschnürt und los gehts. Schlussendlich haben wir uns dazu entschieden den Tegernsee einmal am Ufer, durch Wald, über eine Wiese und kurz über Asphalt durch die kleine Stadt auf 21,7 km zu umrunden. Auf 11km analysierst du die große Liebe, stellst uns Fragen zum Sinn einer Freundschaft und welche Medien man aktuell am sinnvollsten konsumierst, wir überlegen ob die Enten hier glücklicher als an unserem heimischen Müggelsee sind und wer wohl in dem Schloss oben am Berg wohnt, was in diesem Jahr eigentlich schon so alles passiert ist und auf diesen Metern bekommt unser Kombi liebevoll den Namen Lotti. Auf halber Höhe machen wir halt – Erinnerungsfotos, Apfel und Powerriegel zur Stärkung, ein großer Schluck Wasser und durchatmen. Der Ausblick von dieser Bank über die Wiesen, die kleine Stadt links vom Wasser und den kompletten Tegernsee ist wunderschön. Schweigend geht es die nächsten Kilometer weiter, schwelgend in unseren Erlebnissen genießen wir Meter nach Meter den wir hinter uns legen.

Tipp: Einen Stopp am Brauhaus Tegernsee machen und hier ein kühles Radler und eine Brotpause einlegen. Das Essen hier ist sehr lecker!

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INFORMATIONEN ZUM “WILDCAMPEN” IN DEUTSCHLAND

Darf man in Deutschland in seinem Auto schlafen?
Grundsätzlich spricht nichts gegen das Schlafen im Auto, wenn es nicht ausdrücklich, in Form eines Schildes, verboten ist. In Deutschland darf man grundsätzlich in seinem Auto schlafen, solange es nicht mehr als zwei Nächte sind und die Umwelt nicht darunter leidet. Das bedeutet, dass weder die Natur noch andere Menschen von deiner Anwesenheit gestört werden dürfen. Dazu zählen Lautstärke, Müll oder anderes störendes Verhalten.

Wo darfst du überhaupt stehen?
Ich möchte an dieser Stelle nicht all zu tief auf dieses Thema eingehen, da es sonst den Rahmen dieses Beitrages sprengt. Man sollte jedoch darauf achten, wo man sein Auto während der Nacht abstellt. Diest gilt aber nur in Deutschland, jedes Land in Europa hat andere Gesetze. In den Niederlanden und Kroatien darf zum Beispiel gar nicht im Auto geschlafen werden. Um einen geeigneten Stellplatz zu finden, nutze ich Park4Night-App.

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Starnberger See

N 47° 57′ 8″ E 11° 18′ 20″

Der Starnberger See war unser letzter Sport bevor wir uns entschieden noch einmal 60 Autominuten entfernt Stop in München zu machen. Hier hatten wir leider nur Regen und haben deshalb nicht viel erkundschaftet. Aber das war bei dem Kaiserwetter der letzten Tage überhaupt nicht schlimm. Eingemummelt in unsere Schlafsäcke haben wir erst noch auf der Wiese und später dann im Auto ewig gelesen, was für uns einfach zu einer Reise dazugehört. Obwohl sich die Wolken am Morgen noch immer nicht verzogen haben, schnappten wir uns die Yogamatten für einen Yin Flow am Ufer. Der Ausblick war abermals zu schön, als das wir ihn einfach hätten ignorieren können. Mit frisch gekochten Tee und einer abschließenden Meditation beschloss ich für mich, dass dieses Wetter irgendwie mystisch und auch sehr schön für unseren Abschluss unserer Adventure-Outdoor Tage war. Ich schnupperte die feuchte, etwas klamme Luft ein, spürte die feinsten Regentröpfchen an meiner Wange abtropfen und war Dankbar. Dankbar für die Natur, für unsere Erlebnisse, aber auch unseren Mut einfach die Sachen zu packen und das Beste aus der Situation zu machen und kurz abzuhauen.

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Dauergrinsen, Freiheit und Abenteuer im Blut seit mehreren Tagen. Diese Reise macht mich noch jetzt glücklich währenddessen ich diese Zeilen und Erfahrungen niederschreibe. Irgendwie anders und gerade deswegen so wertvoll. Ohne Corona wäre ich aktuell ehrlicherweise nie auf die Idee gekommen mein eigenes Land zu bereisen und im Auto zu schlafen. Letzteres schon eher, aber ehrlicherweise sind wir schon sehr verwöhnt und mein Impuls war monatlich nicht nur die Stadt, sondern gar das Land zu verlassen. Wenn ich jetzt zurückdenke und mich daran erinnere, dass ich letzten Jahr ganze 9x verreist und davon 6x im Ausland gewesen bin erschreckt mich, wie innerhalb von wenigen Wochen sich die Welt und meine Perspektive so ändern können. Und genau dafür bin ich dankbar! Ich habe die Chance bekommen mich in mein eigenes Land zu verlieben, exotische Waldwege, atemberaubendes Alpenglühen und herrlich duftende Wiesen zu schnuppern. Ich habe die Seen mehrmals glitzern und funkeln gesehen, erkannt, wie türkis auch unsere Gewässer sein können und mehr als einmal die Freiheit geschnuppert. Ich habe mich lange nicht so nah so weit weg gefühlt. Als wir zuhause vorfahren, reise ich zuhause erst einmal die Fenster auf. Ich lache noch jetzt über unsere Stirnlampen und wünsche mir manchmal im Bett mich hier genauso einzukuscheln, stelle mir vor wie der Regen klingelt, wenn er an der Frontscheibe auf das Metall aufschlägt und überlege mir meine Stirnlampe umzuschnallen.

Ich habe meine Perspektive und damit ein wenig meine Welt verändert, wieder mehr schätzen gelernt, welche Freiheiten wir genießen und habe wundervolle Tage mit einem meiner liebsten Herzensmenschen in stundenlangen Gesprächen und Ideen verbracht. Ich habe einen wohl der ereignisreichsten Reisen voller Spontanität in unserem eigenen PeterPan Land verbracht. Und dafür bin ich dankbar. Davon gern mehr. Danke, Kürbis.

XOXO

*ES WERDEN AFFILIATE LINKS GENANNT. NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST DIESER BEITRAG DAHER ALS WERBUNG GEKENNZEICHNET.

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