Fitness Workouts

MEIN ERSTER HALBMARATHON: EINE NEUE HERAUSFORDERUNG

“Jede Leistung fängt mit einer Entscheidung an es zu versuchen und ich konnte noch nie einer Herausforderung widerstehen, bei der die Aussicht auf Erfolg gering war und ich das Gegenteil beweisen konnte.”

Ich liebe es mich neuen Herausforderungen zu stellen und mir neue Ziele zu stecken. Es ist schön den Prozess bis hin zum Erreichen des Ziels zu spüren und das Gefühl danach ist genial. Nachdem ich früher sehr regelmäßig laufen gegangen bin, hatte ich Mitte letzten Jahres eine sehr lange Laufpause hinter mir und setzte mir den Halbmarathon (ein bisschen zu euphorisiert und ohne zu Wissen was vor mir liegt ツ) als Ziel, um das Laufen wieder regelmäßig aufzunehmen.

Sport gehört bei mir schon lange zu meinem Alltag. Seit mehreren Jahren versuch ich regelmäßig Laufrunden als Cardio-Einheit einzubauen. So richtig angefangen habe ich vor ungefähr 6 Jahren. Ich lief immer mal wieder als Ausgleich. Als ich ab und zu mit meinem damaligen Freund am Wochenende vor dem Frühstück lief, wurde es später zu einer Art spielerischer Wettkampf, wer ist die Woche öfter gelaufen und hat die längere Distanz durchgehalten. Bis das ganze zur Routine wurde und ich den Gefallen am Joggen gefunden habe. Ich nutze die Laufapp von Nike+running, hier können Freunde hinzugefügt werden und man kann sich so vergleichen, wann die anderen das letzte Mal sportlich waren und sich so zusätzlich motivieren. Die App nutze ich heute noch, allerdings nur noch für mich zum tracken, es ist schön zu sehen, welche Sprünge und Verbesserungen ich seit damals gemacht habe.

Als ich dann letztes Jahr aus meinem Aruba Urlaub kam stand fest, ich ich möchte mich einer neuen Herausforderung stellen und mir ein sportliches neues Ziel setzen. Der Halbmarathon wirkte zuerst sehr weit weg und ich konnte ehrlich nicht einschätzen, welche Distanz 21.1km umfasst. Bisher betrug meine übliche Laufstrecke zwischen 5 und 8.5 km. Ich dachte mir mit rechtzeitigem Training schaffe ich das und fing locker an mich ab und zu wieder in die Laufschuhe zu schmeißen. Ende des Jahres realisierte ich, dass dies zum Erreichen der Distanz nicht reicht und setze mich an die ernsthafte Vorbereitung mit groben Monatsziel. Ich wollte mir ganz bewusst keinen exakt, detaillierten Trainingsplan erstellen, da ich die Freude am Laufen und an spontanen Erfolgen nicht verlieren wollte. Ich habe mir jeden Monat ein paar Kilometer mehr als Endziel gesetzt und bin beim Training selber in Intervallen vorgegangen. Ich habe jedes zweite Training einen kürzeren schnelleren Lauf und jedes weitere Session einen längeren Lauf eingelegt. Hierbei habe ich versucht immer ein wenig besser als beim letzten Mal zu sein, also entweder eine weitere Distanz zurückzulegen oder danach weniger erschöpft zu sein. Sich bei gleicher Distanz fitter als beim letzten Mal zu fühlen ist doch auch schon ein riesen Erfolg. Wichtig beim Training selber war, dass ich auf jeden Fall jedes Mal ausgelaufen bin. Das habe ich vorher auch nie getan. Während des Auslaufens legt man wieder eine weitere Distanz zurück und verschiebt damit seine Grenze fürs nächste Mal und gibt gleichzeitig dem Körper Zeit sich abzukühlen, was die Regeneration verbessert. Es kann jedoch natürlich nicht immer alles glatt laufen, wäre sonst ja auch langweilig und die Spannung ginge verloren ;)! Während der Trainingsphase bin ich etwas krank geworden, womit mir etwas Trainingszeit verloren ging. Am Ende fühlte ich mich so nicht ganz ausreichend vorbereitet. Ich entschied mich dennoch dazu, anzutreten und mitzulaufen. Da ich mir bewusst war, dass es durchaus sein kann, dass ich den Lauf bereits nach den ersten Kilometern abbrechen muss und das Ziel nicht erreichen werde, konnte ich also nur gewinnen und mich eines besseren belehren. Auf geht´s – ich hatte nichts zu verlieren.

Die ersten Kilometer liefen sehr locker und so schaffte ich es bis Kilometer 14, an dem ich dann meine erste Pause samt Power-Energie-Gel nahm. Mit lockerem, aber schnellen Gehen versuchte ich meine Kraft für die weiteren Kilometer zu sammeln. Bis Kilometer 18 gelang mir das recht gut, doch dann wurde es immer schwerer, besonders, der letzte Kilometer war reiner Kampf. Einen solchen innerlichen und kraftmäßigen Kampf habe ich noch nie mit meinem Körper geführt – ABER am Ende habe ich es über die Ziellinie geschafft! Das ist direkt dahinter zusammengebrochen bin, erwähne ich hier mal nicht ;D. Das Gefühl bleibt aber – purer Stolz und das Wissen, dass der Körper mehr leisten kann, als einem meist bewusst ist, man muss es nur wollen.

Ich mag Laufen – einfach, weil ich dabei abschalten und meinen Kopf frei kriegen kann. Man fühlt sich danach immer großartig und befreit. Das Geniale an diesem Sport: Er funktioniert immer und überall. Egal ob im Urlaub, am Strand oder in einer anderen Stadt. Laufschuhe einpacken und los. Warum will sie denn jetzt aber einen Halbmarathon laufen? Ganz einfach. Warum nicht? Klar, einfach war es nicht. Und tief im Inneren hatte ich großen Respekt davor und es gab immer mal wieder Momente, in denen ich dachte, ich schaffe es nicht. Hier ein paar Gründe wieso ich mich entschied meinen ersten Halbmarathon laufen will:

Z I E L  II  Herausforderungen und Ziele im Leben sind mir wichtig und ich denke jeder von uns sollte sich immer wieder aufs Neue solche Herausforderungen stecken, ganz egal wie sie aussehen. Meine derzeitige Herausforderung war der Halbmarathon Berlin 2018.

M O T I V A T I O N  II  Mit einem Ziel lässt es sich besser motivieren und auch an Tagen mit weniger Lust am Laufen über den eigenen Schatten springen.

E H R G E I Z  II  Ich bin eigentlich sehr ehrgeizig, würde ich sagen. Es war mal wieder an der Zeit dies auszutesten.

G R E N Z E N  II  Dieses Ziel hat mich an meine Grenzen gebracht und mir geholfen, diese zu verschieben und über mich selbst hinauszuwachsen. Es ist der Wahnsinn, was der Körper leisten kann, ich bin sehr dankbar über diese Erfahrung.

S T O L Z  II  Das ist vielleicht der wichtigste Grund – auf sich selbst stolz sein zu können, ist ein gutes Gefühl, welches ich erst lernen musste! Aber der Moment, wenn im Ziel, Menschen, die du magst, auf dich warten und dies mit dir teilen ist unbeschreiblich großartig.

* IN DIESEM POST WERDEN MARKEN & AFFILIATE LINKS GENANNT ODER VERLINKT . NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST ER DAHER ALS WERBUNG ZU KENNZEICHNEN.

No Comments
Previous Post
31. Juli 2018
Next Post
31. Juli 2018

No Comments

Leave a Reply