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SPONTANOUS TRAVELGUIDE | MYKONOS

by resiheinrich

Mit dem Roller eine knappe Woche lang entlang der Küste und quer über die Insel fahren, hier und da mal anhalten, mehr sehen, als nur Strände oder die Hauptstadt, andere Seiten von Mykonos erkunden, bis zum letzten Klippenzipfel kommen und uns vom Wind treiben lassen  – ziemlich gute Agenda oder? 

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Einmal rechts abbiegen, ein kurzer Blick auf die Anzeigetafel und dann links zum Gate. Meinen Rucksack lasse ich wie selbstverständlich in die Schale auf dem Band fallen, auspacken, einpacken. Der Barcode piept, als mein Flugticket vom Scanner akzeptiert wird. Wie automatisiert nehme ich meinen Platz relativ weit vorn im Flugzeug ein, verstaue mein Gepäck unter dem Vordersitz und gehe in den Flugmodus. Zehn Minuten später schnellen die Reifen dem Ende des Rollfeldes entgegen. Die Sekunden kurz vor und während des Abhebens hinterlassen ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Durchatmen. Zwischen den Welten, Augenblicke zwischen Loslassen und Schwerkraft. Das hier funktioniert für mich wie Fahrradfahren, ich kenne die Prozesse und Abläufe, weiß wann ich welche Dokumente vorzeigen muss, ich habe das unendlich viele Male gemacht. Alles ist vertraut und fühlt sich wie eine liebevoll heimische Routine an. Und dennoch ist es dieses Mal anders.

Anders nicht nur, weil ich statt auf B07 auf dem Beifahrersitz sitzen sollte. Komisch vielmehr, weil das hier alles 620 Tage her ist. Als würde ich nach einer Ewigkeit aufwachen und einfach dort wieder ansetzen, wo wir vor 1 Jahr und 8,5 Monaten aufgehört haben. Puh. Es fiel mir unheimlich schwer diesen Guide zu veröffentlichen. Warum? Weil sich die Reise anders als die bisherigen anfühlte. Ein wenig, als hätte mich eine Welle mitgerissen und würde mich in ihrem blau-weißen Schaum mitwirbeln und nicht mehr ausspucken wollen. Den Sommer stellte ich mir im #Vanlife vor, ewige Sonnenuntergänge mit Sand im Gesicht und verwurschtelten Haaren, den Jungs beim Wellentollen zusehen, während ich bereits das Abendessen auf dem Gasgrill zubereite und mir mit dieser Reise einen absoluten Traum erfülle. Stattdessen gewann beim Abwegen der Wünsche, die Leidenschaft und für viele innerhalb dieser, der langersehnte Traum international, gemeinsamer Fußballspiele. Ansetzung natürlich MITTEN in unserem Jahresurlaub. Aus der Traum von Nächten unter freiem Himmel und der Beginn eines Traumes von Ranggesängen quer durch die Welt. Tschüss Sommerwind und hallo finnischer Nieselregen.

Mit geändertem Plan ging es zwischen den Spielen eben, erstmalig wieder mit dem Flieger, in das Land mit der für uns meisten Sommergefühle. Einmal Finnland – Griechenland – Heimat bitte.

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MYKONOS – BETWEEN WINDY WHITE, BLUE AND GYROS

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HOTEL

Einer nimmt die Rucksäcke, der Andere die Verantwortung, als wir beide den steilen Weg auf die Outdoor-Rezeption des Hotels zulaufen und die wunderschöne Anlage, die einen Blick über das Meer zulässt, genießen. Wir beziehen eine kleine Suite mit Dachterasse im hinteren Bereich des kleinen Hotels, Queen-Size Bett, weiche Kissen, eine riesige Fensterfront, von der wir die nächsten 5 Tage den Sonnenaufgang aus dem Bett beobachten und wachkitzeln lassen, und natürlich der Blick aufs Meer. 

Zwei eiskalte homemade Limonades, einen geteilten, sehr späten Salat später –  und ich komme an. An in einem Stück Griechenland, das schon jetzt zwar sehr touristisch, aber schön und von mir unentdeckt ist und so beruhigend auf mich wirkt. Wer an Griechenland denkt, der denkt vielleicht kurz an Athen – und spätestens dann an die Inseln, an weiße Strände und beim Namen Mykonos sicher an teure Bars, weiße Häuser und Luxus. Wie schön das Landesinnere ist, mit seinen Gebirgen und Klippen, den versteckten Stränden und verschlafenen Bäckereien, erzählt man selten.

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Pietra e Mare
Kalo Livadi beach, Mikonos 846 00
Griechenland

Web: pietraemaremykonos.com


Natürlich kann man auch günstig wohnen, da wir die Woche zur Entspannung nutzen wollten, sollte die Unterkunft jedoch schön und gemütlich sein. Aufgrund der knappen Entscheidung 4 Tage vorher muss ich zugeben, habe ich nicht mal nachgesehen was es in der Nähe gibt und die Lage geprüft.

Das Glück war auf unserer Seite, denn das Hotel war einfach unglaublich und wir haben uns richtig wohl gefühlt. Der Ausblick von unserer „Terrasse“ war unglaublich. Jeden Morgen konnte ich um 5 Uhr den Sonnenaufgang bewundern. Das Frühstücksbuffet war ok, es war sehr lecker, aber es gab jeden Morgen das Gleiche. Das Personal war überaus freundlich und wir haben uns wirklich wohl gefühlt. Auch die Anlage war traumhaft und neben dem Pool war mein Lieblingsplätzchen eindeutig die Lounge Area mit den Hängematten. Der Strand ist nur ein paar Gehminuten und wenige Steinstufen vom Hotel entfernt. Im Großen und Ganzen hatten wir eine erholsame Zeit im Pietra e Mare. Am letzten Tag haben wir uns vor Abflug auch nochmal eine Massage auf dem Zimmer gegönnt. Und auch mit der Lage hatten wir trotz Spontanität sehr viel Glück – etwas abseits im Südosten gelegen und damit für uns perfekt. Das Hotel ist zwar nicht billig, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

UNTERNEHMUNGEN

Mykonos wird schnell als Luxusinsel, dem griechischen Pendant von Ibiza abgestempelt. Unterschätzt, ist nicht so still wie Paros oder Naxos und mit Touristenanstürme assoziert aber … vorbei an einem Ort, der so viel mehr ist, als ein Pauschalurlaub, der mit malerischer Landschaft, stillen Buchten  und wunderbarem Essen dafür sorgt, dass sich Batterien wieder aufladen lassen. Wenn man es richtig macht …

Ja, vorweg – Mykonos ist sehr teuer! Nachdem wir auf der Karte einen Champagner für 6.500 € fanden, schockte mich gar nichts mehr und Mykonos ist nicht die klassisch griechische Idylle, wie man sie auf anderen Inseln findet – aber man kann, wenn man möchte! Wir haben uns einen Roller für die Zeit ausgeliehen, um unabhängig die verwunschenen Ecken vernab des Tourismus finden zu können. So, was gehört also zu den Must-See der Zykladen Insel:

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 Windmühlen  |  Little Venice  |  Agia Anna Beach  |  Kikis Traverna | Bakery Koutsothanasi | Sunset

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#1 Windmühlen Kato Mili

Die Mykonos Mills liegen ein bisschen enger und versteckter als vermutet. Das Auto, oder den Roller stellt man vorher auf einem völlig überfüllten Parkplatz ab und macht sich dann die letzten 5 Meter zu Fuß auf den Weg zur Klippe. Für den ersten Anblick fühlte ich weder Magie, dafür aber Enttäuschung, zwischen all dem Dreck und den kaputten Rollerresten erstrecken sich 5 Windmühlen, dessen Pflegezustand seines völlig überholten Fuhrparkes vor ihnen gleichen. Zwei der Windmühlen sind in Privatbesitz und daher gepflegter als seine Kompanions neben ihnen.

Wer die Magie der historisch manuellen Architektur für sich entdecken möchte, sollte zum Sonnenaufgang hierherkommen. Leider kann man diesen im Gegensatz zu meiner Annahme hier nicht genießen, da die Sonne auf der anderen Seite der Insel aufgeht, allerdings ist Kato Mili zum Sonnenuntergang mindestens genauso überfüllt wie zum Zenit des Feuerballs.

Es schellt viel zu laut, als ich auf meinen Handywecker um 4.35 Uhr schaue und deine Miene nehmen mir erahne. Der Himmel vor uns erstreckt sich zwischen Tiefblau und leichtem Königsblau und lässt die baldige rotfärbung der aufgehenden Sonne erahnen. Ich schlüpfe fix in meine Shorts, schmeiße einen Pulli als Schutz vor dem ewig knallenden Wind, der sich ohne Wärme ziemlich kalt anfühlt, über und schnappe mir unsere Helme. Auf dem Weg zum Roller greifst du wortlos meine Hand und schwingst dich auf den Sitz. 21 Minuten später genießen wir zwar nicht die romantischen Minuten des Tagesanbruchs, aber dafür die Windmühlen komplett für uns alleine. Auf der Mauer sitzends lauschen wir den Wellen und endlich lässt sich hier die Geschichte und verstohlen, griechische Lebensruhe erahnen. So mag ich es!

#2 Little Venice

Direkt neben den Windmühlen, 350 Meter und einige kleine Stufen entfernt liegt Little Venice. Das Stadtviertel Little Venice ist neben den bekannten Windmühlen eine der Sehenswürdigkeiten von Mykonos. Das am Wasser gelegene Viertel in Chora Mykonos (auch bekannt als Mykonos-Stadt) ist einer der besten Aussichtspunkte der Insel auf den Sonnenuntergang. Reihen von weiß getünchten alten Fischerhäusern – die jetzt von Bars, Geschäften und Restaurants bewohnt werden – kehren an die Küste zurück, und ihre hell gestrichenen roten und blauen Balkone ragen über das Wasser hinaus. Mykonos war seit dem 13. Jahrhundert Teil der wichtigsten Handelsrouten der Venezianer, was sich letztlich auch auf die Architektur der Insel ausgewirkt hat. Ein Großteil der Häuser in Little Venice entstand in der Zeit bis zum 18. Jahrhundert – es handelt sich hierbei also nicht um einen plumpen Nachbau, sondern um echte Geschichte. Und so stehen hier noch heute windschiefe Häuser, die direkt über der tosenden Ägais schweben.

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#3 Treibenlassen in den weiß-blauen Gassen von Mykonos

Die zauberhaften Altstadtgassen von Mykonos sind wirklich wie aus dem Bilderbuch. Vollkommen ohne Plan kann man sich hier vom wilden Treiben der Geschäfte mitreißen oder in den ruhigen Gassen einfach treiben lassen, nach nur wenigen Minuten wird euch das Labyrinth aus engen Gassen und weißen Häusern ohnehin verschlucken. Überall gibt es wunderhübsche Hausfassaden mit bunten Blumen und Balkonen, kleine Cafés und Boutiquen reihen sich aneinander, immer wieder werden die engen Gassen unterbrochen von kleinen trubeligen Plätzen. Hinter jeder Abbiegung verbirgt sich eine neue Gasse.

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#5 Armenistis Leuchtturm

Ob das Armenistis Lighthouse wirklich ein Geheimtipp ist weiß ich nicht. Wir waren zumindest fast völlig alleine hier. Die windige Bergspitze ganz im Nordwesten der Insel war mit Abstand eine der schönsten Entdeckungen der Reise und hatte die magischsten Klippenausblicke, auf Mykonos. Der Weg nach oben gestaltet sich dank der Straßenverhältnisse etwas abenteuerlich, aber das Panorama, das sich einem dort oben bietet, entschädigt alles. Für den Rückweg lohnt sich die Panorama-Höhenstraße, dort gibt es noch einmal wunderbare Ausblicke auf die Bucht von Mykonos-Stadt.

#4 Roadtrip zu versteckten Stränden auf Mykonos

Ich mag die Gegend rund um die griechischen Küsten so gern, liebe es einfach ein bisschen ziellos zu treiben und immer mal wieder Neues zu entdecken. Gleich am ersten Tag sind wir an der Alstadt Mykonos vorbeigerauscht. Als wir den Roller irgendwo am Straßenrand abstellen und die heiß, schwarzen Steine zum Strand herunterklettern sehe ich wie du dich entspannst. Wir lassen uns von unserer Intuition leiten und fahren jeden Tag in eine andere Himmelsrichtung, schlendern an ein paar Tavernen und guten alten griechischen Erinnerungen vorbei – bis wir schließlich an einem der Strände eine Pause einlegen, um ins kühle Nass zu springen. Der Agia Anna Beach ist unser erster Halt und der naheliegendste Strand von unserem Hotel. Gerade mal eine Straßenabbiegung und eine Bucht weiter liegt der schöne Strand, an dem wir hinter einem verwinkelten Stein das erste Mal Luft holen. Zwei Stunden genießen wir hier Sonne und glasklares Wasser und spüren wie die Sonne uns mit jedem Strahl etwas ruhiger werden lässt. “Weiter?”, fragt er. “Weiter!”, stimme ich zu und wir drehen uns synchron um, schnappen die Handtücher und springen auf die viel zu heißen Rollersitze, die ein bisschen zu staubig sind. Weiter entlang der Ostküste zieht es uns 18 Minuten später zum Frangia Beach, vorbei an Surfschulen, die die starken Zykladen zum Kiten nutzen, suchen wir uns ein kleines Ruheplätzchen, bevor es übers Landesinnere zurück ins Hotel zieht. Auf dem jedem Heimweg finden wir eines der wunderschönen Beachrestaurants und kleine Tavernen, in denen wir uns meistens aufgrund des Preises eher etwas teilen als uns durchzuschlemmen. Das Interior gleicht hier jedes Mal einem Mix aus mallorquinischen Flair und Boho-Vorlieben. Es ist fast Mitternacht, als ich satt, glücklich und mit minimalem Schwips den treppenreichen Aufstieg zum Hotel meistere. 

Repeat: Jeden Morgen, wenn ich meinen Orangensaft ausgetrunken, den Helm festgezogen habe um mich fest an dich zu schmiegen, weiß ich nicht, wo wir 25 Minuten später landen werden. Und genau das ist, was Mykonos für uns in diesen Stunden ausmacht. Den lauten Stimmen der Touriplätze entfliehend, versuchen wir unser ganz eigenes Bild der windigen Insel zu gestalten.

Wichtig bei einem Roadtrip ist ein Besuch der Bakery Koutsothanasi. Sie lag direkt auf dem Heimweg, egal aus welcher Himmelsrichtung wir kamen und deshalb haben wir gleich drei Mal dort geschlemmt. Wenn du dich einmal durch die griechische debattierenden Omis durchgekämpft hast, wirst du nicht wissen, welche der Leckereien du als erste probieren möchtest – und jede einzelne lohnt sich.

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#6 Kikis Traverna

Was Griechenlands Inseln für mich ausmachen, sind die kleinen lokalen Restaurants. Transperierende Wasserperlen auf kühlen Weißweingläsern und keine Entscheidung zwischen eingelegten Weinblättern, Saganaki oder Moussaka treffen zu müssen, weil alles in kleinen Tapasgrößen bestellt und geteilt wird. Diese Orte von griechischer Mentalität ist auf Mykonos nur bei Kikis zu finden. Die kleine Traverne erreichen wir nach 43 Minuten Fahrt und sind uns nicht ganz sicher, wo wir sind, als das Navi aus meiner Hand “Ankunft, den Rest müssen Sie zu Fuß weitergehen” blechert. Verwundert steigen wir ab und stellen den Roller in einer Sackgasse ab, einzig die anderen verlassenen Autos und Roller lassen erahnen, dass wir wenigstens ungefähr richtig sind. “Komm wir schauen mal den Abhang lang.” Grinsend legst du deinen Arm um meine Schultern und ziehst mich mit deiner Neugier mit.

Kiki’s Taverne ist genau diese Art von Restaurant, die uns im siebten Himmel wähnen lässt. Die gesamte Familie ist eingebunden. Kiki selber begrüßt uns als wir uns an den wartenden Gästen vorbeischlängeln und uns am Eingang anmelden. “Wein oder Wasser? Ach ich bringe euch gleich Beides, eine Minute.” Ruft er uns entgegen und reicht uns wenig später in einen der wenig übrig gebliebenen Schattenplätzen vier Gläser in die Hand. Alleine der Blick auf die idyllische kleine Bucht macht die 95 Minuten Wartezeit zu einem kleinen Abenteuer und die Vorfreude wachsen. Als wir zu Platz gebeten werden wählen wir zwischen den verschiedensten Vorspeisen in der Vitrine und auch über die Vorspeisen hinaus wird hier einfach köstlich gekocht. Die Überdachung mutet etwas archaisch an und trägt final zur typisch griechischen Atmosphäre bei genauso wie der mit Feuer betriebene große Ofen. Mit vollen Bäuchen sind wir uns auf dem Rückweg einig, dass Kikis das beste Restaurant Mykonos ist und haben die Wartezeit schon vergessen.

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#7 Sonnenuntergang über der Altstadt

Immer wieder lese ich die Sunsetbar 360Grad, wenn ich über die Google Maps Karte meines Telefons nach versteckten Buchten und Travernen suche. Die Bilder sehen aus wie aus 1001 Nacht und wirken eher wie aus einem türkischen Kleinort als einer griechischen Attraktion. Da ein gut vorbereiteter Sonnenuntergang für mich zu jeder Reise dazugehört steht fest, da müssen wir hin. Die Bar befindet sich auf einem steilen Hügel über der Alstadt Mykonos. Wir entscheiden uns noch ein paar Schritte zu gehen und stellen den Roller unten am Straßenrand ab, bevor wir die steilen Wege hoch zur Bar antreten. Vor dem Eingang angekommen überrascht uns eine riesige Menschentraube, eingepackt in Highheels und Hemd. Mein Blick wandert zwischen irritiert, überfordert und leicht amüsiert zwischen meinen Birkis, deiner Badeshorts und den Designerstücken der Anderen hin und her als ich deinem Schmunzeln nicht mehr ausweichen kann.

Das hier ist nicht das, was ich mir von einem leicht verzauberten Sonnenuntergang wünsche. Gerade als wir aus dem Tor des Parkplatzes austreten entdecken wir die kleine Kirche samt Mauer wenige Meter weiter höher über der Bar. Der perfekte Ort für uns, um dabei aber nicht mittendrin zu sein. Von hier aus haben wir nicht nur den gleichen magischen Blick, um der Sonne bei ihrem Versteckspiel hinter der Altstadt zuzusehen, sondern verbringen die nächsten 30 Minuten damit die angehenden Gäste der Sunset Bar zu beobachten und denken uns zu jeder Mädelsgruppe oder Pärchen eine eigene Geschichte aus. Wer also fernab von Schick und Edel gern den gleichen Blick genießen möchte, dem empfehle ich einfach hier Platz zu nehmen.

Auf dem Rückweg sind wir so in Quassellaune, dass wir in der Altstadt noch einen Cocktail mit Blick auf das tosende Meer nehmen, bevor wir zurückfahren. Meine liebste Art von einem harmonisch letztem Reisetag.

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Griechenland ist großartig und so sehr sich die Inseln auch ähneln, hatte bisher jede davon ihren ganz eigenen Charme. Bei jeder finde ich trotzdem immer wieder ein neues Stück Juwel. Mykonos – eine Insel, die ich mir selbst vielleicht nie ausgesucht hätte, sie für ein bisschen zu luxuriös, irgendwie zu beliebt, vermutlich zu touristisch erschlossen und damit überlaufen hielt – und das stimmt definitiv. Ich bin dennoch froh, dass wir uns entgegen der Vorurteile für die Insel entschieden haben, uns unsere ganz eigene Meinnug gebildet haben und die Änderung der Reise zu unserem persönlichen Ausfluchtsort genutzt haben. Das ruhige Hotel und die Aussicht Mykonos in 5 Tagen zu entdecken macht unsere Reise nach Mykonos zu einer tollen Erholung, die ich unter anderen Umständen sicherlich anders wahrgenommen hätte. Die Insel der Zykladen ist durchaus nicht zu vergleichen mit den historischen Ecken Zakynthos oder der Weite Kretas und für mich auch nicht die erste Wahl für Reisende, die lokale Geschichte und idylische Ruheplätze suchen. Dennoch haben wir diese kleinen Orte der griechischen Mentalität fernab des globalen Tourismus gefunden – es gibt sie! Schnappt euch einen Roller, schaltet die Tourismusplätze aus und bereitet euch auf ein klein wenig mehr Budget ein und dann entdeckt den versteckten Charme von Mykonos auf eure ganz eigene Art!

*ES WERDEN AFFILIATE LINKS GENANNT. NACH AKTUELLER RECHTSLAGE IST DER BEITRAG DAHER ALS WERBUNG GEKENNZEICHNET.

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